Der Suhrkamp Verlag im „Fries-Wirrwarr“. „Der Weg nach Oobliadooh“ und die Folgen
Am Beispiel des Suhrkamp Verlages soll demonstriert werden, wie selbst bedeutende Autoren wie Fritz Rudolf Fries in Lektorat und Herstellung ›unter die Räder‹ geraten konnten und nicht ihrem Range gemäß betreut wurden. So war der Schutzumschlag seines Romans „Der Weg nach Oobliadooh“ eine Verlegenheitslösung, weil Suhrkamps Hausdesigner Willy Fleckhaus seinen Entwurf nicht rechtzeitig geliefert hatte. Schließlich wurde Fries zum Fanal der sich mehrenden Klagen über hausinterne Abläufe, wie uns durch Uwe Johnson plastisch überliefert ist.
Prof. Dr. Lutz Hagestedt, geboren 1960 in Goslar,
Germanistikstudium in Bielefeld und München, Promotion über
Ludwig Tiecks Spätwerk.
1998 bis 2004 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Philipps
Universität Marburg; dort Aufbau des Rezensionsforums
www.literaturkritik.de (zusammen mit Thomas Anz). Von 2004 bis
2026 Professor für Neuere und neueste deutsche Literatur an der
Universität Rostock.

