
"The long and winding road to Obliadooh.
Über die Publikationsgeschichte von Fritz Rudolf Fries’ Debüt"
Der Weg nach Oobliadooh, ein in der DDR geschriebener, ein auf mehrere Weise in der DDR verankerter Roman, blieb für die dortigen Leserinnen und Leser lange ein unbekanntes Geheimnis. Als das über die Grenze geschmuggelte Romanmanuskript auf Vermittlung von Uwe Johnson im Suhrkamp-Verlag 1966 erschien, verlor Fries seine Arbeitsstelle an der Akademie der Wissenschaften und war vorerst vom Literaturbetrieb isoliert. Obwohl er im Laufe der 1970er Jahre als Schriftsteller Fuß fasste in der DDR, dauerte es bis in den Herbst 1989, dass der Debut-Roman in der DDR erscheinen konnte. Ironischerweise wurde dieses Ereignis dank der unruhigen Zeitläufte damals kaum bemerkt. Heute ist das Buch nurmehr in einer bibliophilen Ausgabe der Anderen Bibliothek lieferbar.
Dr. Thorsten Ahrend, geb. 1960 in Wittenberge, war langjähriger
Lektor von Fritz Rudolf Fries und ist aktuell Leiter des
Literaturhauses Leipzig. Studium der Germanistik in Leipzig,
1989 Promotion an der Universität Rostock, Lektor u.a. im
Reclam Verlag, Gustav Kiepenheuer Verlag, Suhrkamp Verlag; seit
2005 Programmleiter Belletristik im Wallstein Verlag.
