Sprache(n) in Bewegung: Mit Fries durch die Texte
Musik spielt in Literatur wie in zahlreichen anderen Künsten eine zentrale Rolle, sei es als Zugang zu einer "anderen", "besseren" Welt, sei es als "Teufelswerk" oder "Gesang der Engel". Ob "gut" oder " böse", gern empfindet man sie als Gegenpol zur verbalen oder gar banalen Alltagssprache. Fries dagegen nutzt auf jeder Seite Verfahren der Rhythmisierung, des Sprachwechsels, des Zitats anderer Medien; sie gehen weit über eine oft behauptete Musikalisierung hinaus und verleihen dem sprachlichen Material (s)eine jeweils eigene Qualität.
Claudia Albert, Prof. Dr. phil., Studium der Germanistik, Romanistik, Komparatistik und Schulmusik in Köln, Toulouse und (West-)Berlin, danach wissenschaftliche Mitarbeiterin für das Arbeitsgebiet 18. Jahrhundert an der Freien Universität Berlin, Habilitation zu Hanns Eislers Hollywooder Liederbuch (Publ. Stuttgart 1991), danach Vertretungen zahlreicher Professuren in In-und Ausland, seit 1987 Lehrtätigkeit im Freistaat Sachsen, zunächst an der TU Dresden, seit 2000 an Universität Leipzig.

