Hintergrund
Im Jahr 2026 jährt sich das Erscheinen des Debutromans Der Weg nach Oobliadooh von Fritz Rudolf Fries im Suhrkamp Verlag zum 60. Mal. Gleichzeitig ist es auch das 60. Jahr des Verbotes dieses Romans in der DDR, der als einer der am längsten zurückgehaltenen Romane der DDR-Literatur gilt. Er durfte erst im November 1989 in der DDR erscheinen. Es ist höchste Zeit etwas für die Rezeption dieses Romans zu tun, der zunächst über Jahrzehnte verboten war und dann, durch das ÖffentlichMachen der späteren IM-Tätigkeit des Autors, in seiner Wirkung stark gebremst wurde. Dass Fries selbst Anteil am Verblassen seines Namens hatte, ist ein Grund, seine Lebensgeschichte genauer anzuschauen. Es darf aber kein Grund sein, einen Roman wie "Der Weg nach Oobliadooh", dessen Veröffentlichung im bundesrepublikanischen Westen Fries die Arbeitsstelle in der DDR kostete und ihn zunächst zum Außenseiter machte, nicht endlich offen ins Visier zu nehmen.
In den vergangenen 20 Jahren erschienen einige
wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit dem Werk von Fries und
insbesondere mit dem Roman Der Weg nach Oobliadooh
auseinandergesetzt haben.
Anliegen dieses Projektes der Fritz-Rudolf-Fries-Gesellschaft
e.V. und ihrer Kooperationspartner ist es, Menschen mit
unterschiedlichen Perspektiven zur Auseinandersetzung
zusammenzuführen und
öffentliche Diskussionen anzuregen.
Die Tagung wird ergänzt durch ein künstlerisches Programm mit
einem Zusammenspiel von Musik, Lesung und literarischem
Spaziergang.
Einreichungen
Die Fritz-Rudolf-Fries-Gesellschaft e.V. freut sich über Ihre
Einreichung für einen Vortrag
(bis ca. 30 Minuten plus Diskussion, Abstract / max. 2.000
Zeichen).
Erwünscht sind Beiträge:
- über laufende oder abgeschlossene Projekte zum Roman „Der
Weg nach Oobliadooh“, dem
Autor Fritz Rudolf Fries oder den Veröffentlichungsumständen in der DDR ebenso wie der
Rezeptionsgeschichte des Werkes. - zur theoretischen Positionierung und Forschungsmethodologie
im Umgang mit dem
Oobliadooh-Roman und Fritz Rudolf Fries - zu Aspekten oder Motiven des Fries’schen Werks, wie zum
Beispiel: Schelmenromane,
literarische Modernität und Internationalität, Rezeption anderer Autoren, Sprachkritik und
Zensur im Kontext DDR - zu aktuellen, fortgeschrittenen Ansätzen von künstlerischer
Forschung oder neuartige,
originelle mediendidaktische Vorhaben
Alle Einreichungen wurden durch eine Jury begutachtet.
Einreichung per Email (im Idealfall als eine zusammenhängende PDF) an: tagung26@fries-gesellschaft.de
Fristen
- 30. Juni 2026: Einreichung Abstract zum Vorhaben (maximal 2.000 Zeichen, ohne Leerzeichen und Literaturverzeichnis, als PDF) und Lebenslauf / CV (maximal 1500 Zeichen ohne Leerzeichen und Literaturverzeichnis, als PDF), ggf. Literaturverzeichnis
- bis 1. August 2026: Rückmeldung über Annahme zur Tagung
- 2. oder 3. Oktober 2026: Vortrag im Rahmen der Tagung in Leipzig
- danach Einreichung Volltext zur Begutachtung ggf. zur Veröffentlichung in einer geplanten Tagungspublikation vorbehaltlich einer Förderung
Tagungsort und Anmeldung
Die Tagung findet am 02.-03.10.2026 in der Schaubühne Lindenfels in Leipzig statt. Für die Teilnahme an der Tagung, inklusive aller Events des ersten und zweiten Tagungstags wird normalerweise eine Tagungsgebühr von 90 Euro erhoben, die den Einreicher:innen bei Aufnahme des Vortrages in das Tagungsprogramm erlassen wird. In gleicher Weise kann ein Reisekostenzuschuss und eine Übernachtung nach sächs. Reisekostengesetz übernommen werden. Informationen zur Fritz-Rudolf-Fries-Gesellschaft e.V. finden sich unter: https://www.fries-gesellschaft.de
Organisationsteam
- Marcus Heinke, wissenschaftliche Projektleitung
- Dr. Mauri Fries, organisatorische Projektleitung
Für organisatorische Fragen wenden Sie sich gerne an das Organisationsteam der Fritz-Rudolf-Fries-Gesellschaft e.V. via E-Mail unter tagung26@fries-gesellschaft.de
